Freitag, 26. Juni 2009

Klettern ist angesagt

Da ich gerade eine Doku im Fernsehen über die Huber-Buam gesehen habe, hier ein paar Infos zum Klettern. An die Grenzen dessen, was möglich ist, geht Alexander Huber, einer der Huber-Buam, immer wieder. Er tut dies mit Bedacht, gerade so, dass diese Grenze als Grenze erfahrbar wird. Eine Grenze freilich, die weit jenseit dessen liegt, was man sich als Freizeitbergsteiger überhaupt vorstellen kann. Schwierigkeitsgrade 11,...!

Davon, wie weit jenseits davon sich Alexander Huber in scheinbar traumwandlerischer Sicherheit bewegt, zeugen die Fotos des Bandes, die Huber an den unmöglichsten Fels- und Eisformationen in Aktion zeigen --

beim „Rissklettern“ in El Corazón etwa, beim Freiklettern an den Felsen in der Direttissima der Großen Zinne, einem „Free Solo“ in der Route „Opportunist“ am Schleierwasserfall, an der Aguja Desmochada in Patagonien bei der Erstbegehung der Felsroute „Golden Eagle“ oder beim Drahtseilakt zwischen Kapuzinerturm und der Ellmauer Halt.

Dass die „Huberbuam“ noch am Leben sind, so mag man sich beim Betrachten dieser atemberaubenden Aufnahmen denken, muss wohl am Segen Gottes liegen, den die Mutter, wie sie in einem der im Buch abgedruckten Interviews bekennt, ihren Söhnen immer mit auf den Weg gibt. Der wahre Segen aber dürfte der kühle Kopf sein, den die beiden immer bewahren und der sie davon abhält, Risiken einzugehen, die wirklich nicht mehr kalkulierbar wären.